Wir reden darüber!

Windkraftplanungen am Treisberg und in Neu-Anspach

Sachstand Neu-Anspach:

"EILMELDUNG"- juwi zieht die drei letzten Anlagen heute, 26.10.2016 zurück!
20162810_PM_NoW_juwi zieht Antrag zurück[...]
  

 

Sachstand Treisberg:

ABO-WIND hat den Antrag in Juni 2016 zum Bau des Einzelwindrades zurückgezogen, somit bleibt Schmitten windradfrei!

Von den ursprünglich geplanten 3 Windkraftanlagen durch die Firma Abo Wind am Pferdskopf auf dem Treisberg wurde in der Zwischenzeit nur noch eine Anlage beim Regierungspräsidium beantragt. Diese soll zumindest die Siedlungsabstände von 1.000 m zu den Ortsteilen Dorfweil, Schmitten, Treisberg und Finsterntal einhalten. Im Gegensatz zum Neu-Anspacher Windkraftverfahren hat die ABO Wind das Verfahren nachträglich in ein förmliches Verfahren mit Beteiligung der Öffentlichkeit überführt. Der Projektierer möchte die Vollständigkeit innerhalb von 3 Monaten erreicht haben. Das bedeutet, dass bis zu diesem Zeitpunkt keine Verfahrensakten eingesehen werden können. Danach kann jeder den gesamten Vorgang beim Regierungspräsidium und ggf. beim Kreis sowie bei der Gemeinde Schmitten innerhalb von 4 Wochen einsehen und seine Einsprüche vortragen.

Die Bürgerinitiative Pferdskopf (BIP) beschäftigt sich bereits seit 3 Jahren kritisch mit den Planungen der ABO Wind und hat sich umfassend auf das Genehmigungsverfahren vorbereitet. Besonders kritisch ist hier der Aspekt von vorkommenden Quellen zu sehen, da sich der Standort direkt an einem Quellgebiet befindet. Bei einem Bau ist davon auszugehen, dass die  Quellen zerstört werden. Dies ist ein Sachverhalt, der nicht durch entsprechende Ausgleichsmaßnahmen kompensiert werden kann und somit ist davon auszugehen, dass eine Genehmigung versagt werden muss.

Aber auch hier, wie bei den Planungen in Neu-Anspach, spielt das Thema Seismologie eine wichtige Rolle. Liegt doch auch dieser Standort innerhalb des von der Goethe Universität Frankfurt geforderten Sperrradius von 10 km für Windkraftanlagen um die Erdbebenmessstation am Feldberg. Weiterhin gibt es Bodendenkmäler im unmittelbaren Bereich der geplanten Anlagen sowie ihrer geplanten Zuführungen. Auch der Schwarzstorch am Pferdskopf  sowie Greifvogelhorste stehen einer Genehmigung entgegen.

Für den Bau als besonders anspruchsvoll gilt zudem die extreme Hanglage des geplanten Standortes von mehr als 30%, so dass von Sprengungen auszugehen ist, sollte das Projekt realisiert werden.

Auf einer Informationsveranstaltung in Weilrod Finsternthal im Dezember 2015
wurde bekannt, dass es neben der schon avisierten, rund 8 km langen Zuwegung durch den Wald über beliebte Wanderwege (u.a. den zertifizierten Taunus-Schinderhannes-Steig) noch eine weitere Trasse geben soll. Die geplante Haupttrasse führt von der B275 bei Riedelbach über Mauloff, Seelenberg und den Weißen Stein oberhalb von Schmitten zum Pferdskopf mitten durch den Wald. Diese soll ausschließlich als Schwerlasttrasse für die Anlagenkomponenten genutzt werden. Die zusätzlich geplante Zusatztrasse, die für den Transport von Schotter, Bodenaushub und Beton in hunderten von LKWs, führt  vom Wanderparkplatz in Seelenberg am Ortsausgang nach Schmitten am alten jüdischen Friedhof vorbei zum Weißen Stein und trifft dort auf die erste Trasse weiterzum Pferdskopf. Auch dieser Streckenabschnitt führt über ausgewiesene Wanderwege und wie die erste Zuwegung ebenfalls über eine beliebte Strecke der Reiter des Islandpferdehofes. Der Haupt-LKW-Verkehr wird also entweder mitten durch den Ortskern von Seelenberg oder alternativ durch Schmitten, Dorfweil und Brombach führen.

Auf explizite Nachfrage hat ABO Wind versichert den veralteten Projektsteckbrief im Internet zu aktualisieren. Das Projekt ist derzeit nicht mehr im Internetauftritt der ABO Wind zu finden.

Unsere Aktiven setzen sich von Anfang an gegen die geplanten Windkraftanlagen ein und werden in der nächsten Gemeindevertretung für eine Beendigung des Projektes eintreten.

 

 

Sachstand Neu-Anspach

Seit Oktober 2013 hat die juwi einen Antrag auf Genehmigung von 5 Windkraftanlangen im Neu-Anspacher Stadtwald auf der Grenze zu Schmitten gestellt. Alle Ortsteile entlang der L 3025 (von  Hegewiese bis Hunoldstal) müssen mit Beeinträchtigungen rechnen. Aufgrund von Einsprüchen und vor allem durch das kategorische Nein des zuständigen Regierungspräsidium für Luftfahrt aufgrund der Start- und Landezonen des Luftsportclub Bad Homburg e.V. hat juwi den Antrag für den Standort Langhals in 2014 zurückgezogen. Für die übrigen 4 Anlagen bemüht sich juwi seitdem um eine Vollständigkeit der Unterlagen, die bis zum heutigen Tage nicht gegeben ist. So hat sich durch intensive Recherche der Bürgerinitiative N.o.W.! gezeigt, dass die Gutachten an vielen Stellen mangelhaft oder gar nicht vorlagen. So zum Beispiel das nicht vorhandene Gutachten zum Thema Hydrogeologie, was die Bürgerinitiative von Beginn an bemängelte. Nun hat sich im vergangenen Jahr durch veranlasste Untersuchungen der N.o.W.! gezeigt, dass eine Vielzahl von Quellen im Planungsgebiet vorhanden und dass einige davon in unmittelbarer Nähe (weniger als 100 Meter) vom geplanten Standort entfernt sind. Da Quellen einen immanent wichtigen Bestandteil unserer Trinkwasserversorgung darstellen und diese nicht durch eine Behelfsmaßnahme wie Umsiedlung ersetzt werden können, sind diese unbedingt vor der Zerstörung oder Beeinträchtigung zu schützen. Wie juwi mit dieser Erkenntnis umgehen wird, ist bisher unklar, jedoch haben auch sie in der Zwischenzeit ein Gutachten beim Regierungs-präsidium eingereicht, welches es zu bewerten gilt.

Das Thema Seismologie wurde vollständig von der juwi bei Antragsstellung vernachlässigt. Insbesondere die wichtigen Erdbebenmessungen und Vorhersagen seit über 100 Jahren durch das Taunusobservatorium auf dem Feldberg durch die Goethe Universität in Frankfurt im Auftrag des Landes Hessen, hatten die Antragssteller nicht bedacht. Nun werden von der Universität massive Forderungen für die Windkraftplanung aufgestellt. Schließlich ist dieser Standort von einem besonders niedrigen Rauschniveau gekennzeichnet, da es hier wenige Einflüsse und Erschütterungen gibt. Im vergangenen Jahr hat die Universität einen neuen Forschungsauftrag zur Überwachung der Geothermiebohrungen im südlichen Hessen erhalten. Die Forscher überwachen, ob und in welchem Maße Erdbeben durch Bohrungen und Nutzung der Geothermie verursacht werden. Wenn erkannt wird, dass es zu Erschütterungen kommt, können sie sogar ein Stopp oder Veränderungen in den Bohrungen verlangen.Wenn es zu Beeinträchtigungen durch die geplanten Windkraftanlagen kommen sollte, können eine Vielzahl der Aufgaben, die das Taunusobservatorium übernimmt, nicht mehr erfüllt werden. So wird, um eine Beeinträchtigung der Messergebnisse zu verhindern, ein Schutzradius von 10 km gefordert. Dies würde nicht nur für die geplanten Anlagen in Neu-Anspach das Aus bedeuten, sondern auch für die Planungen der ABO Wind am Pferdskopf am Treisberg.

Auch das Thema Denkmalschutz, hier der Limes, ist noch nicht ausgeräumt. So erhebt die Denkmalschutzbehörde weiterhin ihre Einwände gegen die Anlagen. Gerade wenn man den Streit um das Weltkulturerbe „mittleres Rheintal“ bedenkt, ist es nicht vorstellbar, dass die Beeinträchtigungen auf das Weltkulturerbe Limes durch die Unesco einfach akzeptiert werden. Die Auswirkungen auf die Königsstrecke des Limes von der Saalburg bis zum Feldberg, würden Nachteile bis hin zur Aberkennung des Weltkulturerbestatus durch die Unesco nach sich ziehen.

Ob und wann die juwi eine Vollständigkeit der Unterlagen erreichen wird, ist nicht abzuschätzen, ganz abgesehen davon, wie dann der Regierungspräsident entscheiden wird. N.o.W.! wird sich weiterhin in das Verfahren einbringen und schonungslos die Mängel aufzeigen. So hat die Bürgerinitiative aktuell wieder eine Akteneinsicht beantragt, um den Fortschritt des Verfahrens zu überwachen.

Auch aus heutiger Sicht gilt der Slogan, mehr denn je: NICHTS IST ENTSCHIEDEN!

Aktuelles

Berichterstattung:

Berichte aus den Gremien

Tagespresse / Kommunalpolitik

 

Berichterstattung der b-now:

Sitzungsunterlagen für GVE

am Mittwoch, dem 30. August 2017, 19.30 Uhr, Arnoldshain, DGH    Tagesordnung und Sitzungsuterlagen

 

Sitzungsunterlagen für GVE am Mittwoch, dem 21. Juni 2017, 19.30 Uhr, Arnoldshain, Dorfgemein-schaftshaus: Tagesordnung und Sitzungsuterlagen

 

Sitzungsunterlagen für GVE

am 10.05.2017 (Tagesordnung, Abschlussbericht KIGA+Beschlussvorschlag, 

Antrag)

Sitzungsunterlagen für GVE am 1.2.2017 (Tagesordnung, Anträge, Protokoll jetzt hier online)

b-now Temine:

  04. Oktober 2017 ab 19:30 Uhr Sitzung der Gemeinde-vertretung im DGH Arnoldshain

 

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Einladung zum Bürgerstammtisch:

28. September um 19:30 Uhr im Restaurant "Taunushöhe" in Treisberg

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